Kastration und Kennzeichnung bei Katzen

Kastration und Kennzeichnung bei Katzen

Was versteht man unter der Kastration und Kennzeichen bei Katzen?

Einfach gesagt:

 

Kastration --> Unter der Kastration wird das Entfernen der Fortpflanzungsorgane verstanden. Eine Fortpflanzung ist dann nicht mehr möglich.

 

Kennzeichnung --> Unter der Kennzeichnung wird eine Markierung -Tattoo, Chip oder Halsband- verstanden. Es dient als eine Art Personalausweis. Die Katze kann so, zum Beispiel bei Verlust, deren Angehörigen zugeordnet werden.

Muss ich meine Katze kastrieren und Kennzeichen?

Wenn die Katze das Haus verlässt gibt es in manchen Städten eine Kastrations- und Kennzeichnungsplicht. Ohne Kastration und Kennzeichnung dürfen die Tiere das Haus nicht verlassen. Für reine Hauskatzen besteht keine Pflicht. In vielen Fällen ist es aber sinnvoll (unten mehr dazu).

Kastrationsplicht für Katzen

Das Jahr 2018 ist vorbei und nun herrscht ab den 01.01.2019 in vielen Städten eine Kastration- und Kennzeichnungspflicht für Katzen.

Ist deine Katze auch betroffen? Was steckt dahinter? Wozu das Ganze?

Eine Katze kann sich, je nach Rasse, ab etwa dem 6. Lebensmonat fortpflanzen. So können pro Jahr mehre Würfe mit mehreren Kitten hervorkommen, sodass eine Vielzahl an Katzen entstehen.

 

Eine kleine Rechnung:

1.Jahr:

2x Wurf mit 3 Kitten = 6 „Neue“, wenn davon die Hälfte weiblich ist und diese im selben Jahr noch einmal gebären, entspricht das weitere 9 „Neue“. Also 15 „Neue“ im ersten Jahr.

2.Jahr:

Diese und ihre Nachkommen bringen im 2. Jahr bereits 90 weitere Kitte zu Welt. Nach 2 Jahren sind aus 2 --> 107 Katzen geworden (vorausgesetzt es überleben alle, 3 pro Wurf, die Hälfte weiblich).

 

--> So können nach 10 Jahren mehrere Millionen Katzen entstehen.

 

Um die ungewollte, explosionsartige Vermehrung zu unterdrücken, wurde die Pflicht für Katzenbesitzer eingeführt, seine Katze zu kastrieren und zu kennzeichnen. Das gilt allerdings nur für Freigänger! Eine dauerhaft im Haus lebende Katze ist nicht verpflichtet.

In welchen Städten herrscht die Plicht?

In circa 700 Städten herrscht die Pflicht. Ob deine Stadt auch dabei ist kann beim deutschen Tierschutzbund (- Hier der Link-) nachgelesen werden.

Vorteile der Kastration von Katzen

Neben der Kontrolle der Vermehrung gibt es viele weitere Vorteile die für eine Kastration und Kennzeichnung sprechen.

  • Kein makieren des eigenen Revieres mehr, weniger Revierkämpfe und Aggressivität, somit weniger Verletzungen durch Kämpfe.
  • Weniger Krankheiten.
  • Laufen in einem geringeren Umkreis umher, dadurch sink das Risiko für Autounfälle.
  • Veränderung des Verhaltens: Viele Katzenbesitzer berichten von einer positiven Veränderung des Verhaltens nach einer Kastration. Weniger aggressiv und zutraulicher.

Wie läuft die Operation ab?

In der Regel bringst du deine Katze/Kater morgens zum Tierarzt und kannst sie gegen Mittag wieder abholen. Da die Operation unter Vollnarkose stattfindet muss die Katze nüchtern sein, da es sonst während der Operation zum Erbrechen kommen kann, wodurch die Katze im schlimmste Fall erstickt. Eine Katrastration ist ein Routine Eingriff, sodass man sich nicht allzu große Sorgen machen muss. Nüchtern heißt 12 Stunden vorher nicht mehr füttern. Wasser ist erlaubt. Beim Kater werden dann die Hoden entfernt und bei der Katze die Eierstöcke. Bei Katern geht es etwas schneller, bei Katzen dauert es etwas länger, da zunächst die Bauchdecke geöffnet werden muss, um an die Eierstöcke zu gelangen. Nach der Operation sollte die Katze zunächst Ruhe haben und erst vollständig aus der Narkose erwachen, bevor langsam wieder Fressen und Trinken bereitgestellt wird. Damit die Wunde richtig verheilt, sollte sie die nächsten Tage es etwas ruhiger angehen lassen.

Gibt es Risiken oder Nachteile?

  • Keine Fortpflanzung möglich. Bei teuren Rassekatzen vielleicht nicht gewollt.
  • Gewichtszuname: Der Stoffwechsel wird verändert, sodass weniger Kalorien gebraucht werden. Die Katze passt aber ihr Fressverhalten nicht an. Da braucht sie also etwas Hilfe. Bei merklich starker Gewichtzunahme bitte das Futter entsprechend anpassen, bzw. die Katze gesünder ernähren (Mehr zu gesunden Ernährung hier im Blog).
  • Da es sich wie gesagt um eine Routineoperation handelt sollte man sich nicht allzu große Sorgen machen.

Wann sollte ich meine Katze kastrieren lassen?

Über den richtigen Zeitpunkt der Kastration gibt es viele verschiedene Meinungen. Die Geschlechtsreife tritt bei Katzen zwischen den 4-6 Monat und bei Katern etwas später circa im 5-8 Monat ein. Je nach Rasse und Lebensbedingungen gibt es Unterschiede.

 

Einige halten nichts von einer Frühkastration, also vor dem 6.Monat und Andere sind ganz klar für eine Kastration vor der eigentlichen Geschlechtsreife. In einigen Ländern wird eine Frühkastration bevorzugt. In Deutschland wird in der Regel mit dem Eintreten, bzw. kurz vor der Geschlechtsreife kastriert. Also circa mit einem halben Jahr. Den richtigen Zeitpunkt zu finden ist nicht einfach und sollte mit deiner Tierärztin besprochen werden, da auch andere Faktoren, wie Gewicht, Körperbau oder Gesundheit, eine Rolle spielen. Ein Kater muss spätestens kastriert werden, wenn er anfängt zu markieren, also die Wohnung voll pinkelt. Durch die Geschlechtsreife verändern sich Hormone, wodurch der Urin anfängt zu stinken. Das merkt ihr auf jeden Fall! Wenn er anfängt zu makieren muss innerhalb der nächsten Zeit kastriert werden, da sonst die Gefahr besteht, dass er nicht aufhört zu makieren. Ihm das ab zu gewöhnen ist sehr sehr schwierig!

Auch ältere Katzen können noch katastriert werden.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Die Kastration kostet nach der Gebührenordnung bei Katern um die 70 € und bei Katzen, da etwas aufwendiger, etwa 100 €.



Kennzeichnung von Katzen

Da die Kennzeichnung von Katzen idealerweise bei der Kastration durchgeführt werden sollte und es auch wie oben erwähnt in vielen Städten gesetzlich geregelt ist. Hier ein noch ein paar Info’s dazu.

 

Was versteht man unter der Kennzeichnung von Katzen?

Unter der Kennzeichnung wird eine Markierung

  • Tattoo
  • Chip
  • Halsband

verstanden. Es dient als eine Art Personalausweis.

 

Ein Halsband kann einfach mit Name und Adresse beschriftet werden. Das Halsband  beherbergt ein nicht zu unterschlagendes Risiko, da es beim Spielen zu Verletzungen führen kann, wenn die Katze mit dem Halsband hängen bleibt. Es gibt allerdings auch Halsbänder mit Sicherheitsverschluss, die genau diese Verletzungen vorbeugen sollen. Bitte beachten: Ein Halsband kann einfach abgenommen oder verloren gehen. Also schützt es zum Beispiel nicht vor Diebstahl.

 

Beim Tätowieren werden die Ohren, mit einer Beschriftung gekennzeichnet. Vorteil: Es kann jeder direkt erkennen. Nachteil: Es hält nicht ewig, bzw. wird die Schrift nach 5-6 Jahren unleserlich. Es wird nur unter Narkose tätowiert. Deshalb idealerweise mit der Kastration.

 

Der Chip oder auch Transponder ist ein kleiner Mikrochip der unter der Haut auf der linken Halsseite gesetzt wird. Auf diesen Chip können alle Daten, wie Adresse, Telefonnummer, Name, Alter, etc. gespeichert und mithilfe eines speziellen Lesegeräts ausgelesen werden. Der Chip enthält eine eindeutige Transpondernummer zu Zuordnung des Tieres. Die Nummer erhalten sie dann vom Tierarzt. Wichtig! Der Transponder muss bei einer oder auch mehreren Meldestellen registriert werden! Zum Beispiel bei --> Tasso. Falls das Tier gefunden wird und vom Tierheim oder Tierarzt der Chip ausgelesen wird, kann mit Hilfe der Daten, schnell der Wohnort und  Herrchen oder Frauchen ausgemacht werden.

Welche Vorteile ergeben sich daraus?

  • Die Katze kann so, zum Beispiel bei Verlust, Autounfall, etc., deren Angehörigen zugeordnet werden.
  • Falls dein Tier versichert ist, ist häufig eine Kennzeichnung von Nöten.
  • Katzendiebe haben es schwerer.
  • Bei der Katzensucht, um Stammbäume zu generieren ist es mit Kennzeichnung einfacher.
  • Bei Auslandreisen ist ein Chip nötig, um nachweisen zu können, dass das Tier beispielweise geimpft ist.
  • Der Chip/Transponder hat noch einen weiteren Vorteil. Er kann als Haustürschlüssel für eine Katzenklappe dienen. Nur mit der richtigen Transponder Nummer gelangt die Katze durch die Katzenklappe ins Haus. So können fremde Katzen und Tiere das Haus/Wohnung nicht betreten.

Welche Markierung ist denn nun die Beste? Chippen oder tätowieren? Oder doch das Halsband?

Vom einen Halsband ist aufgrund des Verletzungsrisikos und der Tatsache das man es leicht abnehmen, bzw. es verloren gehen kann, abzuraten. Der Chip hat den Nachteil, dass es auf dem ersten Blick nicht gesehen wird. Das Tattoo hat den Nachteil, dass es unleserlich werden kann. Wir würden deshalb chippen und gleichzeitig tätowieren empfehlen. So ist die Katze so gekennzeichnet, das jeder eine Kennzeichnung erkennen kann und ausführliche Information sind dann zusätzlich oder wenn das Tattoo nicht mehr lesbar ist im Chip enthalten.

 

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Bitte nicht selber chippen/tätowieren, sondern vom Tierarzt durchführen lassen.

  • Der Chip kosten zwischen 25-45 €
  •  Das Tattoo circa 15 €, wenn es direkt mit bei der Kastration gemacht wird. Keine 2. Narkose Kosten.
  • Beim Halsband gehen die Preise weit auseinander. Ab etwa 5 €.

Kann ich den Chip selber auslesen?

Ohne ein spezielles Lesegerät ist das nicht möglich. Lesegeräte kann man hier kaufen:


Möchtest du noch etwas zur Kastration und Kennzeichnung von Katzen wissen? Frage gerne über die Kommentarfunktion ;)

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